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Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in München

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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In München sehen wir immer wieder, dass die feinen Unterschiede im Kornaufbau den ganzen Bauablauf bestimmen. Die Stadt liegt auf mächtigen quartären Schotterterrassen der Isar, aber direkt darunter tauchen oft tonige Schluffe des Tertiärs auf. Wer hier baut, braucht eine Korngrößenanalyse, die beide Welten präzise abbildet – vom Grobkorn bis zur Tonfraktion. Wir führen die kombinierte Sieb- und Hydrometeranalyse im eigenen Labor durch. Die Ergebnisse liefern die Basis für Frostsicherheit, Filterbemessung und die Einschätzung der Verdichtbarkeit. Gerade bei Aushüben für Tiefgründungen oder bei der Baugrubensicherung entscheidet die Kornverteilung über den Erfolg der Maßnahme. Unser Team hat jahrelang Münchener Schichten beprobt – wir kennen die lokalen Überraschungen.

Die Kornverteilungskurve ist der Fingerabdruck des Münchener Baugrunds – sie verrät mehr über das Verhalten als jeder Kennwert allein.

Methodik und Umfang

München liegt auf 519 m ü. NHN mit Grundwasserspiegeln, die je nach Stadtteil nur wenige Meter unter GOK anstehen. Die Korngrößenanalyse nach DIN 18123 liefert uns hier mehr als nur eine Kurve. Sie zeigt, ob der anstehende Schotter als frostsicherer Unterbau taugt oder ob die feinkörnigen Linsen aus Seeton beim Böschungsstabilität kritisch werden. Wir sieben den Grobanteil trocken und nass und bestimmen die Feinanteile per Aräometer. Typisch für Münchener Böden ist eine weite Spanne: von grobem Kies mit Steinen bis zu fast reinen Tonlagen in den alten Flussbetten. Die Auswertung nach DIN 18196 gibt uns die Bodengruppe – essenziell für die Wahl des richtigen Erddrucks und die Dimensionierung von Dränagen. Jede Probe durchläuft bei uns denselben strengen Prozess, egal ob aus Maxvorstadt oder Riem.
Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in München
Technisches Referenzbild — Munich

Lokale Besonderheiten

Ein typischer Fall: Ein 7-geschossiger Wohnbau in Sendling. Die Vorerkundung zeigt unter 3 m Kies eine Schlufflinse, die keiner beachtet hat. Die erste Korngrößenanalyse aus der gestörten Probe ergibt 40 % Feinkorn unter 0,063 mm. Ohne diese Analyse wäre die Baugrube im Winter durch Frostaufbruch noch vor dem Aushärten der Sohle aufgegangen. Das Risiko liegt im Detail: Nur die Hydrometerkurve zeigt, ob der Feinkornanteil bindig oder nicht-plastisch ist. Fehlen die Daten, fehlt die Basis für die Frostbemessung und die Standsicherheit. In München mit seinen schwankenden Grundwasserständen kann ein fehlinterpretierter Boden zu Setzungen und teuren Sanierungen führen. Die Analyse ist keine Formalie, sondern eine Versicherung gegen spätere Überraschungen.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Siebsatz (Nass-/Trockensiebung)0,063 – 63 mm nach DIN ISO 3310-1
Hydrometerverfahren< 0,063 mm, Aräometer nach DIN 18123
ProbenmengeMind. 500 g für Feinböden, bis 30 kg für Kiese
KlassifikationDIN 18196 (Bodengruppe), DIN EN ISO 14688
KorndichteBestimmung nach DIN 18124, falls erforderlich
DurchlässigkeitsabschätzungNach Hazen / Beyer aus Kornsummenkurve
ProbenvorbereitungOfentrocknung, Dispergierung mit Na-Pyrophosphat

Zugehörige Fachleistungen

01

Kombinierte Sieb- und Hydrometeranalyse

Vollständige Kornverteilungskurve von Grobkies bis Ton. Nasssiebung und Aräometerverfahren aus einer Probe. Inklusive Auswertung nach DIN 18196 und grafischer Darstellung der Kornsummenkurve.

02

Bewertung der Frostempfindlichkeit und Filterstabilität

Auf Basis der Kornverteilung berechnen wir den Ungleichförmigkeitsgrad, die Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTVE-StB und die Filterstabilität nach Terzaghi. Besonders wichtig für Dränageschichten und Frostschürzen im Münchener Schotter.

Geltende Normen

DIN 18123:2011-04 – Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18196:2011-05 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO 17892-4:2017 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung (Laborversuche, Korngrößenverteilung), DIN 18124:2011-04 – Bestimmung der Korndichte

Häufige Fragen

Was kostet eine Korngrößenanalyse in München?

Grobe Kiese mit Steinen erfordern größere Probenmengen und mehr Siebzeit.

Warum reicht eine reine Siebung in München oft nicht aus?

Weil die quartären Kiese der Münchener Schotterebene häufig mit tonig-schluffigen Linsen durchsetzt sind. Nur das Hydrometerverfahren erfasst den Feinkornanteil unter 0,063 mm, der für Frostempfindlichkeit und Wasserbindung entscheidend ist.

Welche Norm ist für die Korngrößenanalyse in Deutschland bindend?

Die Durchführung folgt der DIN 18123:2011-04. Die bodenmechanische Klassifikation der Ergebnisse erfolgt nach DIN 18196. Für die geotechnische Berichterstattung ist zusätzlich die DIN EN ISO 17892-4 maßgeblich.

Wie viel Probenmaterial muss ich ins Labor bringen?

Das hängt vom Größtkorn ab. Für sandig-kiesige Böden aus Münchener Schotter reichen etwa 5–10 kg. Bei steinigem Material brauchen wir bis zu 30 kg. Am besten stimmen Sie die Menge vorab mit uns ab – wir sagen Ihnen genau, was nötig ist.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Munich und seinem Großraum.

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